Praxis Dr. med. Luzi Dubs - Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie
Das künstliche Kniegelenk

Die erfolgreiche Implantation eines künstlichen Kniegelenks gehört, wie die künstliche Hüfte, zu den wertvollsten Massnahmen in der Medizin. Ein künstliches Kniegelenk wird bei einer Kniegelenksabnützung (meistens Arthrose) eingesetzt, wenn die nicht operativen Massnahmen mehr Nebenwirkungen als Wirkungen zeigen.

Ich setze seit 19 Jahren die Prothese des LCS-Systems (low contact stress) ein. In den USA hat man mit diesem System bereits seit 30 Jahren Erfahrung. Am Prinzip musste bis heute nichts geändert werden. Das dreiteilige Baukastensystem hat den Vorteil, dass der mobile Mittelteil bei Materialabnützung auch nach Jahrzehnten relativ leicht ausgewechselt werden kann. Die benachbarten Metallteile am Ober- und Unterschenkel sitzen in der Regel "dauerhaft" im Knochen fest.

Die Langzeitresultate guter künstlicher Kniegelenke sind heute eher noch etwas besser als diejenigen der Hüfte. Teilgelenke oder Achskorrekturen des Beines bei einseitiger, in der Regel geringer Arthrose sind aktuelle kontroverse Themen der wissenschaftlichen Diskussion. Der Erfolg dieser operativen Massnahmen hängt stark von verschiedenen Einzelfaktoren ab, die teils übereinstimmend, teils abweichend beurteilt werden.



© Dr. med. Luzi Dubs, 2007