Praxis Dr. med. Luzi Dubs - Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie
Das künstliche Hüftgelenk

Die erfolgreiche Implantation eines künstlichen Hüftgelenks gehört zu den wertvollsten Massnahmen der Medizin. Heute kann man davon ausgehen, dass nach 10 Jahren 99 Prozent und nach 20 Jahren über 90 Prozent der Gelenke fest verankert bleiben und in ähnlicher Grössenordnung schmerzfreies Gehen erlauben.

Das künstliche Hüftgelenk wird dann eingesetzt, wenn alle nicht operativen Therapieformen bei Hüftarthrose ausgeschöpft sind und der Patient einen deutlichen Leidensdruck im Alltag verspürt, quasi den "Verleider" bekommen hat. Das Alter selbst spielt in der Regel eine nur untergeordnete Rolle.

Sollte im Langzeitverlauf das Material des Kunstgelenks (Polyethylen der Hüftpfanne) abgenützt sein (0,1 mm pro Jahr), kann im heute verwendeten Baukastensystem dieses Einzelteil ersetzt werden. Falls es je einmal zu einer Lockerung einer Prothesenkomponente kommen sollte, kann und muss in der Regel wegen entsprechender Schmerzen das jeweilige Prothesenteil ausgewechselt werden.

Kürzlich durchgeführte Nachkontrollen von eigenen Patienten nach mehr als 20 Jahren haben gezeigt, dass sich das damalig ausgewählte Baukastensystem (Zementfreie Titanschale, Polyethylen-Inlay, zementierter Schaft mit Keramikkopf, siehe Foto) gut bewährt hat.

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© Dr. med. Luzi Dubs, 2007